Zum Inhalt springen

Welches Tool für welche Aufgabe?

ToolTypischer Use-CaseWas bleibt lokalWas fließt nicht ab
Metadaten entfernenEXIF, GPS und Autor-Tags vor dem Versand aus Fotos und PDFs entfernenDatei + Metadaten-StreamGPS-Koordinaten, Kamera-Seriennummer, Bearbeitungs-Software
Bild verpixelnGesichter, Kennzeichen und Kontodaten auf einem Foto abdecken, mehrere Stellen in einem DurchgangBilddaten + gezogene Rahmendas unbearbeitete Original, dazu Exif, GPS und das eingebettete Vorschaubild
Datei-Hash prüfenPrüfsumme einer heruntergeladenen Datei gegen die Original-Quelle abgleichenDatei-BytesInhalt der Datei, Dateiname, Größe
Passwort-GeneratorKryptografisch sichere Passwörter und Passphrases im Browser erzeugenZufallsbytes der WebCrypto-APIdas fertige Passwort, niemals an einen Server
Hash-GeneratorSHA-256-, SHA-512- oder MD5-Fingerabdruck für Text und Strings berechnenEingabetext + Hash-Outputder Klartext der Eingabe
JWT-DecoderJSON Web Tokens lokal decodieren, Header, Payload und Ablauf inspizierenToken-String + decodierte Felderder Token (oft ein Auth-Bearer mit Identitäts-Claims)
URL-Encoder/DecoderQuery-Parameter, API-Pfade oder Tracking-URLs encodieren oder lesbar machenURL-String + Resultatdie URL (oft mit Auth-Tokens, Session-IDs, internen Pfaden)

Wer braucht Datenschutz-Tools?

Datenschutz ist nicht abstrakt, er hat konkrete Berufsgruppen, die täglich darauf angewiesen sind, dass sensible Daten den eigenen Rechner nicht verlassen:

  • DSGVO-Compliance vor VersandBevor ein Foto, ein Vertragsdokument oder eine PDF an Externe rausgeht: Metadaten entfernen. EXIF-GPS in Bildern und Autor-Felder in PDFs sind klassische Stolperfallen, die die DSGVO-Compliance kippen können.
  • Whistleblower und Journalist:innenQuellenschutz beginnt beim Datei-Header. Wer ein Foto an eine Redaktion schickt, gibt mit jedem Pixel auch den Aufnahmeort, die Kamera-Seriennummer und oft den Klarnamen mit. Lokale Verarbeitung ist hier Pflicht, nicht Bequemlichkeit.
  • Anwält:innen mit Mandant:innen-DatenAnwaltsgeheimnis und Cloud-Tools vertragen sich schlecht. Wer Beweismittel-PDFs hashen, Urkunden auf Manipulation prüfen oder Mandanten-Logins generieren muss, braucht Tools, die nichts an Dritte weitergeben.
  • Devs mit API-Keys und SecretsJWT-Tokens, OAuth-Bearer und API-Keys landen oft in Logs, in Slack-Snippets oder in Bug-Reports. Sie auf einer Web-Seite zu decodieren, die das Token an einen Server schickt, ist eine bekannte Pannenklasse, der lokale Decoder vermeidet das.
  • Healthcare und Patient:innen-RecordsPatient:innen-PDFs zeigen oft Geburtsdaten, Versichertennummern und Diagnosen im Klartext-Header. Vor Weiterleitung an Reha, Versicherung oder Gutachter:in: Metadaten weg, Hash zur Integrität, fertig.
  • Privatanwender beim Foto-SharingEin Urlaubsfoto auf Instagram trägt unter Umständen die GPS-Koordinaten der eigenen Wohnung mit. Wer Fotos verschickt, ohne sich Gedanken über die Routenplanung von Fremden zu machen, sollte vor jedem Upload kurz durch das Metadaten-Tool gehen.

Tools im Überblick

Datenschutz

Die Eingaben dieser Tools werden im Browser verarbeitet und dafür nicht hochgeladen. Es gibt keine Datenbank für diese Eingaben und keine Anmeldung. Die Messung der Website-Nutzung steht in der Datenschutzerklärung. Sobald der Tab geschlossen wird, sind die Eingaben weg.

Häufige Fragen

Was sind Datenschutz-Tools?
Datenschutz-Tools sind kleine Programme, die mit sensiblen Daten arbeiten, ohne diese an einen Server zu schicken. Sie laufen im Browser-Tab, verarbeiten Eingaben lokal und löschen alles wieder, sobald die Seite geschlossen wird. Typische Aufgaben sind das Entfernen von Metadaten aus Fotos, das Berechnen von Datei-Hashes zur Integritätsprüfung, das Erzeugen sicherer Passwörter und das Decodieren von Auth-Tokens.
Welche Daten enthalten EXIF-Metadaten?
EXIF-Metadaten in Fotos enthalten häufig GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts, Datum und Uhrzeit, Kamera-Modell mit Seriennummer, Brennweite, Belichtungszeit, ISO-Wert, manchmal sogar den Namen der bearbeitenden Person und die genutzte Software. Bei Smartphone-Fotos kommt noch eine Geräte-ID hinzu. Mehr zu EXIF auf Wikipedia.
Wie kann ich verifizieren, dass eine Datei nicht manipuliert wurde?
Lade die Datei herunter und berechne ihren Hash, meist SHA-256. Vergleiche das Ergebnis mit dem Hash, den der Hersteller auf seiner Website veröffentlicht. Stimmt jedes Zeichen überein, ist die Datei bit-genau das Original. Schon ein einziges geändertes Byte ergibt einen komplett anderen Hash.
Werden die Eingaben hochgeladen?
Nein. Die Eingaben dieser Tools werden im Browser-Tab verarbeitet und dafür nicht an unseren Server gesendet. Eine Anmeldung gibt es nicht. Die Messung der Website-Nutzung ist davon getrennt und steht in der Datenschutzerklärung.
Werden meine Daten irgendwo gespeichert?
Nein. Es gibt keinen Server-Upload und keine Datenbank, in der Eingaben landen. Die Tools laden einmalig den Code in den Browser, dann läuft alles im RAM des Browser-Tabs. Sobald der Tab geschlossen wird, ist alles weg. Browser-Cache betrifft nur den Tool-Code selbst, nicht deine Eingaben.
Was ist der Unterschied zwischen Hash und Verschlüsselung?
Ein Hash ist eine Einbahnstraße: Aus einer Datei oder einem Text wird ein Fingerabdruck berechnet, aus dem man die Original-Daten nicht zurückrechnen kann. Verschlüsselung dagegen ist umkehrbar: Mit dem richtigen Schlüssel wird der Geheimtext wieder lesbar. Hashes nutzt man für Integritätsprüfung, Passwort-Speicherung und Signaturen, Verschlüsselung für vertrauliche Übertragung.
Kann ich Passwörter im Browser generieren? Ist das sicher?
Ja, sofern der Generator die WebCrypto-API nutzt. Diese ist Bestandteil jedes modernen Browsers und liefert kryptografisch sichere Zufallswerte direkt vom Betriebssystem-Entropiepool. Das ist die gleiche Quelle, die auch Passwort-Manager nutzen. Wichtig ist nur, dass der Generator den Output nirgendwo loggt. Bei lokalen Tools ohne Server-Pfad ist das ausgeschlossen.
Was steht in einem JWT-Token?
Ein JSON Web Token besteht aus drei Teilen: Header (Algorithmus + Token-Typ), Payload (Claims wie User-ID, Rollen, Ablaufzeit, Aussteller) und Signatur. Header und Payload sind nur Base64-codiert, also für jeden lesbar. Die Signatur sichert nur die Integrität, nicht die Vertraulichkeit. Wer einen Token in einer URL oder einem Logfile findet, kann den Inhalt direkt einsehen.
Warum sollte ich Metadaten überhaupt entfernen?
Metadaten verraten oft mehr als der Datei-Inhalt selbst. Ein Foto mit GPS-Koordinaten enthält die Adresse des Aufnahmeorts. Ein PDF zeigt im Autor-Feld den Klarnamen, in den Bearbeitungs-Spuren manchmal frühere Versionen mit gestrichenen Sätzen. Bei jedem Versand an Externe (Behörden, Geschäftspartner, Online-Plattformen) ist das ein Datenleck.
Funktioniert das auch ohne Internet?
Ja. Sobald die Tool-Seite einmal geladen ist, läuft sie offline weiter. Du kannst das WLAN ausschalten und die Tools weiter nutzen. Beim ersten Aufruf werden ein paar hundert Kilobyte Code geladen, danach ist die Seite cached. Auch das ist DSGVO-relevant: keine Server-Anfragen während der Verarbeitung, also keine Datenflüsse zu uns oder Dritten.