Zum Inhalt springen
Läuft lokal · kein Upload

Metadaten entfernen

Erkennt EXIF, GPS, Autor und XMP in JPG, PNG, WebP und PDF — und entfernt sie auf Wunsch.

Dieses Tool entfernt dokumentierte Metadaten-Felder in den unterstützten Formaten. Es entfernt keine versteckten Steganografie-Daten und keine in Pixel-Daten eingebetteten Watermarks.

So funktioniert es

  1. 01

    Dateien wählen

    Drag & Drop in das Feld oder über den Datei-Browser. JPG, PNG, WebP und PDF werden automatisch erkannt. Bis zu 50 Dateien pro Durchlauf.

  2. 02

    Felder prüfen

    Pro Datei zeigt das Tool eine gruppierte Liste der gefundenen Felder — GPS-Koordinaten als Klartext, Hemisphären-Hinweis inklusive.

  3. 03

    Strippen & laden

    Mit einem Klick werden alle Felder außer ICC-Profil und Orientation entfernt. Die bereinigten Dateien stehen einzeln oder als ZIP zum Download bereit, dazu ein Audit-Bericht.

Datenschutz

Es gibt keinen Server-Pfad. Ausschließlich Code, der in deinem Browser-Tab läuft. Du kannst das Tool auch offline nach dem ersten Laden weiter verwenden — kein Tracking, keine Anmeldung.

Das Foto, das du gerade verschickst, kennt deine Adresse — wenn dein Handy GPS in EXIF schreibt. Das PDF, das du hochlädst, enthält den Namen, den du in Word eingetragen hast. Dieses Tool zeigt dir vorher, welche dokumentierten Felder in deinen Dateien stehen, und entfernt sie auf einen Klick — ICC-Farbprofil und Bild-Orientierung bleiben standardmäßig erhalten.

01 — Anleitung

Wie benutzt du dieses Tool?

  1. Bilder oder PDFs per Drag & Drop in das Feld ziehen — bis zu 50 Dateien pro Durchlauf
  2. Erkannte Felder pro Datei prüfen — GPS, Kamera, Autor und XMP werden gruppiert dargestellt
  3. „Metadaten entfernen“ klicken und die bereinigten Dateien einzeln oder als ZIP laden

Was sind Metadaten in Bild- und PDF-Dateien?

Metadaten sind Daten über Daten — Informationen, die in einer Datei stehen, ohne Teil des sichtbaren Inhalts zu sein. Bei Bildern landet hier oft erstaunlich viel: das Kamera-Modell, die GPS-Position des Aufnahmeorts, das Datum, manchmal sogar der Name der Software, mit der das Bild zuletzt geöffnet wurde. Bei PDFs sind es Autor, Titel, das Programm, mit dem das Dokument erstellt wurde, und Zeitstempel.

Das ist nicht per se schlimm — Fotografen brauchen die EXIF-Felder, um ihre Bilder zu sortieren, Bibliotheken indexieren PDF-Metadaten. Problematisch wird es, wenn du eine Datei teilst und dabei Informationen mitgibst, die du nicht teilen wolltest. Reddit zum Beispiel entfernt EXIF-Daten nicht zuverlässig; das BSI rät grundsätzlich, sensible Metadaten vor dem Upload zu prüfen.

Wie funktioniert das Entfernen technisch?

Jedes der vier unterstützten Formate hat eine andere Stelle, an der Metadaten liegen — und das Tool kennt sie alle.

In JPG-Dateien stecken die meisten Felder in einem APP1-Segment gleich nach dem SOI-Marker. Das Tool zerlegt die Datei in Segmente, identifiziert die EXIF- und XMP-Blöcke und schreibt nur die Bild-Segmente in die neue Datei zurück. Optional bleibt das Orientation-Tag stehen — sonst würde dein Hochformat-Foto plötzlich quer liegen.

PNG-Dateien sind eine Kette von Chunks; tEXt, iTXt und zTXt sind die drei Chunk-Typen für Textmetadaten. Sie werden gefiltert, der Rest mit korrekt neu berechneten CRC-Prüfsummen wieder zusammengebaut. WebP funktioniert analog im RIFF-Container; das VP8X-Flag-Byte wird angepasst, damit Decoder nicht nach EXIF-Chunks suchen, die nicht mehr da sind.

Bei PDFs läuft das anders: hier wird kein Bytefilter angewendet, sondern die PDF-Struktur über eine Open-Source-Bibliothek strukturerhaltend neu serialisiert. Felder im Document-Info-Dictionary werden auf leer zurückgesetzt, der /Metadata-Stream im Katalog wird gelöscht, das Cross- Reference-Table korrekt aktualisiert. Bei signierten oder verschlüsselten PDFs verzichtet das Tool — eine kaputte Signatur ist schlimmer als ein bisschen Metadaten-Rest.

Datenschutz — alles bleibt im Browser-Tab

Viele kostenlose Online-Tools für dasselbe Problem laden deine Dateien auf ihre Server, versprechen „24-Stunden-Löschung” und löschen tatsächlich auch meistens. Aber: Der Upload selbst ist das Problem. Wer den Server betreibt, sieht den Inhalt — und der Server steht meistens nicht in Deutschland. Digitalcourage warnt explizit vor solchen Diensten, weil deren Geschäftsmodell oft im Sammeln von Daten liegt.

Hier passiert nichts davon. Sobald die Seite geladen ist, läuft die gesamte Verarbeitung in deinem Browser-Tab über Web-Standards (Canvas API, WebAssembly). Du kannst das Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeuge öffnen und beobachten: keine Datei verlässt deinen Computer.

Was das Tool ehrlicherweise NICHT tut

Wir versprechen nicht „forensisch sauber” oder „spurenlos” — das wäre unehrlich. Entfernt werden dokumentierte Metadaten-Felder in JPG, PNG, WebP und PDF in der oben beschriebenen Tiefe. Was außerhalb dieses Scopes bleibt:

  • Steganografie: in Bilddaten versteckte Informationen, die nur mit speziellen Tools nachweisbar sind.
  • Pixel-Watermarks: visuelle oder unsichtbare Markierungen, die im Bildinhalt selbst codiert sind.
  • HEIC, MP4, DOCX, XLSX, PPTX: andere Container, andere Walker — kommt.
  • PDF-Annotationen, Form-Feld-Daten, eingebettete Dateien, OCG-Layer: diese leben in der PDF-Struktur unterhalb des Document-Info-Dictionarys und brauchen separate Behandlung.

Das Tool macht das, was es kann, gut — und sagt klar, wo seine Grenze ist.

Welche Dokumenten-Tools sind verwandt?

Weitere Tools aus dem Konverter-Ökosystem, die zum Thema passen:

Zuletzt aktualisiert:

Das könnte dir auch gefallen