Wie benutzt du dieses Tool?
- Ziehe ein PNG, JPG oder WebP in das Feld oder wähle es aus.
- Lies den Befund: KI-Bild laut Datei, Herkunftsnachweis ohne KI-Vermerk oder keine Herkunftsdaten.
- Sieh dir die Details an: Generator, Erstellzeitpunkt, Wasserzeichen-Vermerk und eingebetteter Prompt.
Woran erkennt der Detektor ein KI-Bild?
Er liest die Herkunftsangaben, die KI-Dienste selbst in die Datei schreiben. Die wichtigste ist das C2PA-Manifest, ein digital signierter Datenblock nach dem Standard der Coalition for Content Provenance and Authenticity. In PNG-Dateien steckt er in einem eigenen caBX-Block, in JPEG in APP11-Segmenten und in WebP in einem C2PA-Chunk. Darin steht, welches Programm das Bild erzeugt hat, wann das war und welcher Quelltyp vorliegt.
Der Quelltyp stammt aus dem IPTC-Vokabular für digitale Quellen. trainedAlgorithmicMedia heißt, ein trainiertes Modell hat das Bild erzeugt. compositeWithTrainedAlgorithmicMedia heißt, ein vorhandenes Bild wurde mit KI bearbeitet, etwa durch generatives Füllen. Denselben Vermerk kann auch ein XMP-Block tragen, ganz ohne C2PA.
Lokale Generatoren arbeiten anders. Oberflächen für Stable Diffusion speichern Prompt, Seed und Sampler in einem PNG-Textblock namens parameters, ComfyUI legt den ganzen Workflow als JSON ab. Beides erkennt das Tool, und den Prompt zeigt es an.
Was steht in einem echten ChatGPT-Bild?
Wir haben einen Export aus ChatGPT vom 29. September 2026 geprüft. Die Datei enthielt ein C2PA-Manifest von rund 21 KB. Das Tool liest daraus den Generator „ChatGPT (gpt-image)“, den Quelltyp KI-generiert und den Zeitpunkt 17:17 Uhr UTC. Dazu kommt der Vermerk, dass ein unsichtbares Wasserzeichen eingebettet wurde. Das Zertifikat im Manifest nennt OpenAI als Unterzeichner.
Warum steht bei vielen Bildern „Keine Herkunftsdaten“?
Weil die Daten leicht verloren gehen. Ein Screenshot ist eine neue Datei ohne sie, Messenger und viele soziale Netzwerke entfernen Metadaten beim Hochladen, und manche Bildbearbeitung schreibt sie beim Speichern nicht mit. In unserem Test trug der Export aus ChatGPT das Manifest, eine zweite Fassung desselben Motivs, für LinkedIn neu gespeichert, dagegen gar keine Metadaten mehr.
„Keine Herkunftsdaten“ ist deshalb kein Freispruch. Es heißt nur, dass die Datei nichts über ihre Entstehung verrät.
Warum gibt es keine Prozentzahl mehr?
Bis September 2026 hat dieses Tool zusätzlich ein neuronales Netz nach KI-Mustern in den Pixeln suchen lassen. Wir haben es an zwölf echten Fotos aus Kameras von Samsung, Apple und Fujifilm gemessen. Zehn davon bekamen über 70 Prozent und damit das Urteil „KI-generiert“, der höchste Wert lag bei 85 Prozent. Die zwei echten KI-Bilder aus demselben Test kamen auf 73 und 77 Prozent. Mit so einer Zahl lässt sich nichts entscheiden, also haben wir sie entfernt.
Was ist mit SynthID?
SynthID ist Googles unsichtbares Wasserzeichen für Bilder aus seinen KI-Diensten. Es steckt in den Pixeln statt in den Metadaten und übersteht deshalb auch Zuschneiden und erneutes Komprimieren. Auslesen kann es nur Google: In der Gemini-App lässt sich ein Bild auf SynthID prüfen. Die Prüfung erkennt allerdings nur Inhalte aus Googles eigenen Werkzeugen. Vermerkt ein C2PA-Manifest ein Wasserzeichen, zeigt dieses Tool das an, egal von welchem Anbieter.
Wie werden KI-Bilder gekennzeichnet?
Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der KI-Verordnung der EU. Anbieter von KI-Systemen müssen erzeugte Bilder maschinenlesbar als künstlich markieren, und wer Deepfakes veröffentlicht, muss das offenlegen. In der Praxis läuft die maschinenlesbare Markierung über genau die Angaben, die dieser Detektor ausliest: C2PA-Manifest und IPTC-Quelltyp, oft ergänzt um ein Wasserzeichen in den Pixeln.
Welche Tools passen dazu?
Der KI-Bilder-Bereiniger zeigt die Herkunftsdaten für viele Bilder auf einmal und entfernt sie verlustfrei. Metadaten entfernen arbeitet auch mit PDF und lässt einzelne Felder gezielt stehen. Der EXIF-Viewer zeigt Kamera, Objektiv, Aufnahmezeit und GPS-Position eines Fotos.