Wie benutzt du dieses Tool?
- Klicke auf das Standort-Symbol oder navigiere manuell zur gewünschten Region auf der Karte.
- Wähle zwischen Niederschlagsradar, 7-Tage-Vorhersage und Satellitenbild.
- Starte die Zeitschleife der letzten zwei Stunden oder aktiviere den Nowcast für Deutschland.
- Schalte bei Bedarf das Satellitenbild der Erde als Kartenhintergrund oder die GOES-Wolken für Amerika zu.
Was zeigt dieses Wetterradar auf der Karte?
Drei Ebenen, die sich einzeln zuschalten lassen: der Niederschlagsradar der letzten zwei Stunden plus Nowcast für Deutschland, die 7-Tage-Vorhersage aus dem Wettermodell ICON und ein Wolkenbild vom Satelliten. Als Kartenhintergrund dient die amtliche Straßenkarte des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (TopPlusOpen) oder ein wolkenfreies Sommer-Mosaik aus Copernicus-Sentinel-2-Daten (10 m Auflösung), bereitgestellt vom österreichischen Anbieter EOX. Beide Ebenen laufen ohne Vorab-Einwilligung direkt im Browser.
Die Trennung zwischen gemessenem Radar und gerechneter Vorhersage ist bewusst sichtbar: eine Zeitschleife zeigt, was tatsächlich gefallen ist, ein Modell zeigt, was wahrscheinlich noch kommt. Beides in einer Karte zu vermischen, ohne zu sagen, was was ist, wäre bequemer und ungenauer.
Wie liest man die Farben auf dem Niederschlagsradar?
Ein Wetterradar misst, wie stark ein Radarstrahl an Regentropfen, Schneeflocken oder Hagelkörnern zurückgeworfen wird. Dieser Wert heißt Reflektivität und wird in dBZ angegeben, die Farbskala übersetzt ihn in Intensitätsstufen:
- Hellblau bis Grün (5-20 dBZ): leichter Nieselregen oder einsetzender Schauer.
- Gelb bis Orange (20-40 dBZ): mäßiger bis kräftiger Landregen.
- Rot (40-50 dBZ): Starkregen mit eingeschränkter Sicht.
- Violett (über 50 dBZ): sehr kräftige Zellen mit Hagelrisiko.
- Weiß: fester Niederschlag wie Schnee oder Graupel.
Die genaue Skala hängt von der jeweiligen Radarquelle ab, das Grundprinzip bleibt gleich.
Wie funktionieren die Zeitschleife und der Nowcast?
Die Zeitschleife puffert die letzten rund zwei Stunden Radarmessung und spielt sie als Animation ab, im nativen Zeitraster der jeweiligen Quelle: alle 5 Minuten beim DWD, alle 5 Minuten beim NOAA-Komposit, alle 6 Minuten bei Environment and Climate Change Canada. Der Nowcast setzt danach an: Er verlängert die zuletzt gemessene Zugbahn einer Regenzelle rechnerisch um bis zu zwei Stunden in die Zukunft. Das ist reine Extrapolation, kein neuer Messwert, und sie funktioniert nur dort gut, wo Regenfronten sich nicht gerade neu bilden oder auflösen. Und sie gilt ausschließlich für Deutschland, weil nur der DWD dieses Nowcast-Produkt öffentlich anbietet.
Was liefert die 7-Tage-Vorhersage aus dem Modell ICON?
Anders als der Radar misst die Vorhersage nichts, sie rechnet. Das globale Modell ICON des Deutschen Wetterdienstes löst die Bewegungsgleichungen der Atmosphäre auf einem weltweiten Gitter, weltweit in 3-Stunden-Schritten, für Europa feiner aufgelöst und stündlich bis 75 Stunden voraus. Für die ersten drei Tage trifft numerische Wettervorhersage wie ICON meist gut, danach wächst die Unsicherheit spürbar. Tag sieben ist eher eine Tendenz als ein Versprechen, dafür aber die einzige Aussage, die es für einen Ort ohne eigenes Radar überhaupt gibt.
Wie entstehen die Wolkenbilder vom Satelliten?
Für Europa und Afrika liefert der Wettersatellit Meteosat von EUMETSAT alle 10 bis 15 Minuten ein neues Bild der Wolkendecke. Für Amerika lässt sich nach kurzer Bestätigung ein GOES-Satellitenbild von NASA und NOAA zuschalten, weil Meteosat den amerikanischen Kontinent nicht abdeckt. Getrennt von der Wolkenansicht gibt es noch das Satellitenbild der Erde als Kartenhintergrund: ein wolkenfreies Sommer-Mosaik aus Copernicus-Sentinel-2-Daten, von EOX in Österreich bereitgestellt, ohne dass dafür eine gesonderte Einwilligung nötig ist.
Welche Radarquelle gilt für meinen Standort?
Radar ist nationale Infrastruktur, ein weltweites Netz mit einheitlicher, frei nutzbarer Lizenz gibt es nicht. Deshalb wechselt die Quelle automatisch nach Kartenmitte, sichtbar benannt in der Legende:
- Deutschland: Deutscher Wetterdienst, 1 Kilometer Auflösung, alle 5 Minuten, Lizenz CC BY 4.0.
- USA: NOAA-Komposit über das Iowa Environmental Mesonet, gemeinfrei.
- Kanada: Environment and Climate Change Canada.
- Restliches Europa, Afrika, Atlantik: das gröbere Satellitenniederschlagsprodukt von EUMETSAT, Lizenz CC BY 4.0, im Schnitt 45 Minuten alt.
Das betrifft auch Spanien und Frankreich: für beide Länder gibt es kein offen lizenziertes nationales Radar, das sich hier einbinden lässt, deshalb zeigt die Karte dort das EUMETSAT-Satellitenprodukt und die ICON-Vorhersage. Die amtliche Grundkarte stammt vom BKG (dl-de/by-2-0), das Satellitenbild von EOX (CC BY 4.0).
Verlässt mein Standort das Gerät, wenn ich ihn freigebe?
Nein, jedenfalls nicht in Richtung kittokit. Dein Browser ermittelt die Koordinaten lokal und nutzt sie nur, um die Karte auf deine Region zu zentrieren und den Genauigkeitskreis zu zeichnen. Vor der Abfrage bittet das Werkzeug um eine kurze Bestätigung. Manche Browser nutzen zur Positionsbestimmung WLAN-Netze ihrer Hersteller. Die Kartenkacheln holt dein Browser beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) sowie bei EOX in Österreich, die Wetterdaten bei DWD und EUMETSAT. US-Quellen wie NOAA oder NASA fragen vor jedem Bildabruf gesondert um Erlaubnis. Das Werkzeug selbst setzt für diese Funktion keine Cookies und wertet dein Verhalten nicht aus.
Welche verwandten Werkzeuge helfen bei Wetter- und Zeitplanung?
Für die Planung rund ums Wetter und die Uhrzeit gibt es zwei Nachbarn: Mit dem Mondphasen-Rechner bestimmst du den Beleuchtungsgrad des Mondes für jedes Datum, mit dem Zeitzonen-Rechner rechnest du eine Uhrzeit in eine andere Zeitzone um, praktisch wenn die 7-Tage-Vorhersage in UTC und der Kalender in Ortszeit denkt.
Zuletzt aktualisiert: