Wie benutzt du dieses Tool?
- Voreinstellung wählen oder mit leerer Liste starten. Vier kuratierte Stacks decken die häufigsten Use-Cases ab.
- Apache-Version festlegen: 2.4 (modern) oder 2.4+2.2-Dual (mit `<IfVersion>`-Fallback für ältere Shared-Hoster).
- Regeln hinzufügen, entfernen, neu sortieren. Pro Regel siehst du, welches Apache-Modul sie braucht.
- Bei aktivierter HSTS-Regel erscheint die Preload-Checkliste, sie zeigt direkt, was vor der hstspreload.org-Einreichung fehlt.
- Output-Tab wechseln: `.htaccess`, Cloudflare-Pages-`_headers` oder `_redirects`. Kopieren oder herunterladen, alles bleibt lokal.
Was macht der .htaccess-Generator?
Der Generator ist ein Editor für Apache-Konfigurations-Regeln. Du wählst aus 15 Regel-Typen
(Redirects, Rewrites, Sicherheits-Header, HTTPS-Erzwingen, Cache-Control, IP-Block, Hotlink-Schutz,
HTTP-Basic-Auth, Sperre für sensible Dateien und mehr), passt jede Regel pro Feld an und bekommst eine sauber strukturierte
.htaccess zurück, inklusive <IfModule>-Guards pro Regel, optionalem <IfVersion>-Dual-Output
für alte Shared-Hoster, und Cloudflare-Pages-Export für _headers und _redirects. Alles passiert
im Browser. Kein Upload, kein Account, kein Cookie-Banner.
Die vier Voreinstellungen decken die häufigsten Stack-Konstellationen ab:
- Moderne Sicherheits-Header: CSP-Starter, HSTS preload-ready, Permissions-Policy, COOP, X-Content-Type-Options, Referrer-Policy.
- Statische Seite, Performance: Cache-Control + Expires für JS/CSS/Bilder/Fonts, Deflate-Kompression für Text-MIMEs.
- HSTS Preload-Pipeline, komplette Vorbereitung für die hstspreload.org-Submission.
- WordPress-Härtung: sperrt
wp-config.php,xmlrpc.phpund die PHP-Dateien direkt inwp-includes, dazu.env,.git, Editor-Sicherungen und Logdateien. Beim Laden erscheint der Hinweis, dass die Zeilen an die bestehende.htaccessangehaengt gehören: wer den Download eins zu eins hochlädt, löscht den Permalink-Block und bekommt auf jedem Beitrag einen 404.
Welche Regel-Typen sind eingebaut?
Vierzehn Regel-Typen, gegliedert nach Funktion:
- Routing: Redirect (301/302/303/307/308), Rewrite-Pattern, www ↔ non-www, HTTPS erzwingen, Trailing-Slash hinzufügen oder entfernen.
- Header: Sicherheits-Header-Block mit CSP, Permissions-Policy, HSTS, COOP, Referrer-Policy.
- Zugriff: IP-Allow-Liste (gesamte Seite oder nur Admin-Bereich), IP-Block-Liste, HTTP-Basic-Auth
mit Realm und
.htpasswd-Pfad. - Inhalt: Custom-Error-Documents (401/403/404/500), Directory-Listing an/aus, Cache-Control mit
max-ageundimmutable, Compression mit MIME-Type-Liste. - Schutz, Hotlink-Protection mit Referer-Allowlist.
Jede Regel zeigt unter ihrem Header die benötigten Apache-Module als Badge. So siehst du auf einen
Blick, ob dein Hoster mod_rewrite, mod_headers, mod_deflate und Co. bereitstellt.
Wie funktioniert der Apache-2.4-vs-2.2-Dual-Modus?
Die meisten Shared-Hoster laufen 2026 auf Apache 2.4. Die Zugriffs-Direktiven
haben sich aber zwischen 2.2 und 2.4 grundlegend geändert: Statt Order Allow,Deny plus Allow from
nutzt 2.4 die neue Require-Direktive. Wer auf einem Legacy-Hoster ausrollt, schaltet im Generator
den 2.4+2.2-Dual-Modus an, dann emittiert der Generator beide Syntax-Varianten in <IfVersion>-Blöcke
verpackt. Apache liest nur den passenden Block, und du musst nicht zwei separate .htaccess-Dateien
pflegen.
Der Trade-off: <IfVersion> selbst braucht mod_version, das auf den meisten 2.4ern dabei ist, aber
nicht auf jedem 2.2er. Der Generator wickelt deshalb die Dual-Blöcke zusätzlich in einen <IfModule mod_version.c>-Guard.
Was macht die HSTS-Preload-Checkliste?
Aktivierst du in einer Sicherheits-Header-Regel das HSTS-Flag, erscheint oberhalb der Regel-Liste eine Checkliste. Sie schaut die anderen Regeln durch und meldet, was die hstspreload.org-Einreichung sonst zurückweist:
- Fehlt ein HTTPS-Redirect? → wird gemeldet.
- Ist
includeSubDomainsim HSTS-Header? → wird geprüft. - Ist
preloadim HSTS-Header? → wird geprüft.
Wenn alles grün ist, bietet der Link direkt die Einreichungs-Maske von hstspreload.org an. So vermeidest du den klassischen Fall, dass die Domain abgelehnt wird, weil der Submission-Workflow nicht verstanden wurde.
Welche Sicherheits-Header lohnen sich wirklich?
Die Mozilla Web Security Guidelines und der OWASP Secure Headers Project listen die folgenden Header als Pflicht-Set für moderne Web-Anwendungen. Der Generator deckt sie alle ab:
- Strict-Transport-Security, erzwingt HTTPS in Browsern für die nächste Periode (max-age 1 Jahr Standard, preload-ready). Pflicht für jede Seite, die irgendwann mal über HTTP erreichbar war.
- Content-Security-Policy: Allow-Liste für Skripte, Styles, Bilder, Fonts. Verhindert Cross-Site-Scripting und Mixed-Content. Komplex zu tunen, daher der Validator-Hinweis.
- Permissions-Policy, sperrt Browser-APIs (Kamera, Mikrofon, Geolocation, Payment Request, Sensors), die deine Seite nicht braucht. Default: alles aus.
- Cross-Origin-Opener-Policy,
same-originisoliert das Fenster gegenwindow.opener-Tampering und schaltetSharedArrayBufferfrei (relevant für WebAssembly-Tools). - Referrer-Policy,
strict-origin-when-cross-originschickt den vollen Referer nur an die eigene Domain, an Drittseiten nur die Origin. Balance zwischen Analytics-Bedarf und Privacy. - X-Content-Type-Options,
nosniffverhindert MIME-Sniffing-Attacken auf Dateien mit ungesetztem Content-Type-Header.
Der Generator wickelt alle sechs in einen einzigen <IfModule mod_headers.c>-Block und gibt den
Block als zusammenhängende Einheit aus. Wer einen Header nicht braucht, deaktiviert die
entsprechende Checkbox oder löscht den Wert im Textfeld, die Zeile fällt automatisch aus dem
Output.
Wie funktioniert der Cloudflare-Pages-Export?
Cloudflare Pages liest keine .htaccess. Stattdessen erwartet die Plattform zwei Dateien im Web-Root:
_headers, Path-Pattern plus HTTP-Response-Header. Format: Pfad-Zeile + eingerückteKey: Value-Zeilen._redirects, Source-Pfad, Destination-Pfad, Status-Code pro Zeile.
Der Generator emittiert aus derselben Regel-Liste beide Dateien. Sicherheits-Header und Cache-Control
gehen in _headers, einzelne Pfad-Redirects in _redirects. Du wechselst einfach den
Output-Tab. Was auf den Hostnamen zielt, also HTTPS-Zwang und www-Kanonisierung, lässt sich in
_redirects nicht ausdrücken, weil die Datei nur Pfade vergleicht. Der Export schreibt dort einen
Kommentar mit dem Grund, statt eine Zeile, die Cloudflare ohne Fehlermeldung verwirft.
Damit wird ein häufiger Pain-Point gelöst: Wer von Shared-Hosting auf eine Edge-Plattform migriert,
muss seine .htaccess sonst manuell in zwei andere Dateien übersetzen. Der Generator macht das
automatisch, gleiche Regel-Liste, drei Output-Formate.
Welche Fehler treten am häufigsten auf?
Drei Klassiker, die bei Production-Deploys einer neuen .htaccess immer wieder auftauchen, und der
Generator versucht jeden zu vermeiden:
- 500 Internal Server Error nach dem Upload, das ist fast immer eine Direktive ohne geladenes
Modul. Klassisch:
Header set …auf einem Hoster ohnemod_headers. Der Generator wickelt deshalb jede Regel in einen<IfModule>-Guard. Wenn du trotzdem einen 500er siehst, prüfe als Erstes daserror.logdeines Hosters. - Endlos-Redirect-Loop bei HTTPS-Erzwingen hinter einem Reverse-Proxy, Cloudflare und ähnliche
CDNs leiten den Request schon HTTPS-terminiert weiter; Apache sieht aber
%{HTTPS}als off, weil die Verbindung Proxy → Origin HTTP ist. Lösung: Statt%{HTTPS}prüfst du%{HTTP:X-Forwarded-Proto}. Dafür gibt es den Schalter „Hinter CDN oder Reverse-Proxy“ an der HTTPS-Regel, er ergänzt die zweite Bedingung. - CSP blockiert eigene Inline-Skripte, passiert, wenn die Standard-CSP ohne
'unsafe-inline'ausgespielt wird, deine Seite aber noch Inline-Skripte enthält. Zwei Wege: Inline-Skripte in separate Dateien auslagern (sauberer Weg, langfristig), oder per Nonce-/Hash-Whitelist die verbleibenden Inlines explizit erlauben. Der externe CSP-Evaluator zeigt genau, welche Inlines die Policy gerade blockt.
Diese drei Pain-Points sind in den FAQ-Antworten verlinkt, der Generator selbst kann sie nicht verhindern, aber er kommuniziert sie ehrlich.
Wie ist die Privacy geregelt?
Pure-client. Der Generator läuft komplett im Browser. Es gibt keinen Server-Endpunkt für
Regel-Validierung, keinen Telemetrie-Aufruf, keinen Cookie, keinen Account. Wenn du das Tab schließt,
ist deine Regel-Liste weg, der Generator persistiert nichts. Wer einen Verlauf braucht, lädt nach
jedem Edit die .htaccess herunter und versioniert sie im Repo, wo sie sowieso hingehört.
Was ist absichtlich nicht gebaut?
- Kein nginx-Konverter,
htaccess-zu-nginxist ein separates Tool im Backlog, weil die Direktiv-Mappings zu umfangreich für einen Inline-Tab sind. - Kein
.htpasswd-Generator inline, der Passwort-Datei-Generator ist Schwester-Toolhtpasswd-generator(kommt). HTTP-Basic-Auth-Regel verweist im Output auf die nötige Datei. - Keine Bot-Blocker-Mega-Liste, User-Agent-basiertes Sniffing ist 2026 als Schutz weitgehend ineffektiv und produziert False-Positives. Wer Bots blocken will, nutzt eine WAF auf Edge-Ebene.
- Keine Server-seitige Validierung, würde einen Server-Roundtrip brauchen und bricht das Pure-Client-Versprechen. Was sich ohne Server prüfen lässt, also Syntax, Modul-Abhängigkeiten, Regelreihenfolge und Weiterleitungsketten, macht der .htaccess-Prüfer.
- Kein mod_security-Ruleset-Editor, zu spezialisiert für ein Generator-Tool. Wer mod_security tunt, arbeitet direkt mit der OWASP-CRS-Konfiguration.
Wo finde ich mehr Details?
- Apache HTTP Server Dokumentation 2.4, offizielle Direktiven-Referenz
- .htaccess auf Wikipedia: Geschichte, Funktionsweise, Beispiele
- hstspreload.org, Submission-Liste für HSTS-Preload-Domains
- CSP Evaluator, externer Validator für Content-Security-Policy-Werte
- Cloudflare-Pages-Headers-Doku,
_headers-Syntax-Referenz - Cloudflare-Pages-Redirects-Doku,
_redirects-Syntax-Referenz
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