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Color-Picker mit OKLCH-Werten

OKLCH-Picker mit P3-Gamut-Warnung. WCAG und APCA gegen hellen und dunklen Hintergrund nebeneinander. EyeDropper, Bild-Pick, Deuteranopie-Vorschau und Code-Snippets in einem pure-client Tool.

Läuft lokal im Browser — keine Daten verlassen dein Gerät.

Außerhalb sRGB — Anzeige geclamped.

OKLCH-Picker
62.8%
0.258
29°
1.00

Vom Bildschirm pflücken

Bildschirm-Auswahl benötigt Chrome 95+ oder Edge 95+. In Firefox / Safari steht die Funktion noch nicht zur Verfügung.

Aus einem Bild pflücken

Werte in jedem Modell

HEX #FF0003
RGB rgb(255, 0, 3)
HSL hsl(359 100% 50%)
HSB / HSV hsb(359, 100%, 100%)
OKLCH oklch(62.80% 0.258 29)

Code-Snippet kopieren

--brand: #FF0003;

Kontrast (WCAG 2.2 + APCA, gegen Hell + Dunkel)

Aa — Heller Hintergrund
WCAG-Verhältnis 4.00 (AA (groß))
APCA Lc 64.1
Aa — Dunkler Hintergrund
WCAG-Verhältnis 4.92 (AA)
APCA Lc -37.4

So sieht die Farbe für farbfehlsichtige Augen aus

Normales Sehen
Deuteranopie (rot-grün)
Protanopie (rot-grün)
Tritanopie (blau-gelb)
Demo-Paletten
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So funktioniert es

  1. 01

    Text oder Code einfügen

    Füge deinen Inhalt in das Eingabefeld ein oder tippe direkt.

  2. 02

    Automatische Verarbeitung

    Das Tool verarbeitet den Inhalt sofort und zeigt das Ergebnis.

  3. 03

    Ergebnis kopieren

    Kopiere das Ergebnis mit einem Klick in die Zwischenablage.

Datenschutz

Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Keine Daten werden auf Server übertragen.

OKLCH-Slider für Helligkeit, Chroma, Hue und Alpha, parallel HEX, RGB, HSL und HSB. EyeDropper für Bildschirm-Pick, Drag-and-Drop für Pixel aus Bildern. Kontrast gegen hellen und dunklen Hintergrund gleichzeitig — WCAG-Verhältnis plus APCA Lc. Eine Vorschau zeigt die Farbe für Deuteranopie, Protanopie und Tritanopie. Sechs Code-Snippets in einem Klick.

Farbmodelle
5
Code-Snippets
6
Kontrast-Karten
4
01 — Anleitung

Wie benutzt du dieses Tool?

  1. OKLCH-Slider verschieben oder HEX direkt eintippen, Werte synchronisieren live.
  2. EyeDropper-Button für Bildschirm-Pick (Chrome 95+, Edge 95+) oder ein Bild ablegen und einen Pixel anklicken.
  3. Kontrast-Karten gegen Hell und Dunkel parallel ablesen — WCAG-Verhältnis plus APCA Lc.
  4. Farbsehschwäche-Vorschau zeigt, wie die Farbe für Deuteranopie, Protanopie und Tritanopie wirkt.
  5. Code-Snippet wählen (CSS-Variable, Tailwind v4 arbitrary, Tailwind @theme, SwiftUI, Flutter oder Figma-HEX) und kopieren.

Was macht der Color-Picker?

Der Picker stellt eine Farbe in fünf Modellen gleichzeitig dar — HEX, RGB, HSL, HSB und OKLCH — und liefert daneben sofort sechs Code-Snippets für CSS, Tailwind v4, SwiftUI, Flutter und Figma. Die OKLCH-Slider sind das Herzstück: Helligkeit, Chroma und Hue stehen unabhängig voneinander, weil die Achsen wahrnehmungsgleich sind. Das macht den Picker für Design-System-Arbeit besser geeignet als ein klassischer HSL-Slider.

Pure-client. Jeder Wert bleibt in deinem Browser. Kein Server, kein Tracking, keine Cookie-Wall. Recent-Farben halten sich nur in der laufenden Sitzung — beim Neuladen ist die Reihe leer.

Warum OKLCH zuerst?

In HSL wirkt eine grelle gelb-grüne Farbe heller als ein dunkles Lila, obwohl beide laut L denselben Wert haben. Das liegt daran, dass HSL die Helligkeit linear aus RGB rechnet — was nicht entspricht, wie das menschliche Auge Licht wahrnimmt. OKLCH löst dieses Problem, weil es im perzeptuellen Oklab-Raum operiert: gleicher L-Wert bedeutet gleiche wahrgenommene Helligkeit, egal ob die Farbe grün, blau oder rot ist.

Für Design-Systeme heißt das: eine Farbpalette mit konstanter Helligkeit und variierendem Hue funktioniert in OKLCH ohne Nachjustieren. In HSL muss man die Helligkeit pro Hue korrigieren, sonst springen die Akzente.

P3- und Rec2020-Gamut-Warnung

OKLCH kann Farben beschreiben, die der sRGB-Farbraum nicht darstellen kann. Auf einem modernen P3-Display — alle Apple-Geräte ab 2015, viele Android-Smartphones, moderne Designer-Monitore — sind diese Farben sichtbar. Auf einem Standard-sRGB-Monitor werden sie geclampt. Der Picker erkennt diese Situation automatisch und blendet eine kleine „Außerhalb sRGB”-Warnung ein, sobald die gewählte OKLCH-Kombination das sRGB-Dreieck verlässt. So weißt du, dass deine Empfänger die Farbe je nach Monitor unterschiedlich sehen werden.

Wie funktionieren EyeDropper und Pixel-Pick aus Bildern?

Der EyeDropper-Button öffnet die Browser-eigene Bildschirm-Pipette: ein Klick irgendwo auf dem Bildschirm übernimmt die Pixel-Farbe. Verfügbar in Chrome ab Version 95 und Edge ab 95. In Firefox und Safari fehlt die API noch — das Tool zeigt dann einen Hinweis und blendet den Button aus, statt einen Fehler zu produzieren.

Als browserübergreifende Alternative gibt es den Bild-Pick: ein Bild per Drag-and-Drop hineinziehen oder per Klick öffnen, dann einen einzelnen Pixel im Bild anklicken. Die Pipette liest die RGB-Werte über das <canvas>-Element direkt aus dem Bild — alles im Browser, keine Übertragung an einen Server. Funktioniert mit jedem Format, das der Browser dekodiert: JPG, PNG, WebP, GIF, SVG, AVIF.

Warum Dual-Kontrast aus WCAG 2.2 und APCA?

Eine Farbe ist nie isoliert lesbar — sie steht immer auf einem Hintergrund. Der Picker zeigt Kontrast deshalb gegen einen hellen und einen dunklen Referenz-Hintergrund parallel. So siehst du auf einen Blick, ob die Farbe für ein Light-Mode-UI taugt, für ein Dark-Mode-UI oder für beide.

WCAG 2.2

Das Web Content Accessibility Guidelines-Verhältnis ist die rechtlich verbindliche Referenz nach BFSG und European Accessibility Act. Schwellen:

  • 3.0 — Großer Text (≥18 pt oder ≥14 pt fett)
  • 4.5 — Fließtext (AA)
  • 7.0 — Fließtext (AAA, höchste Stufe)

WCAG misst Kontrast als Verhältnis der relativen Luminanzen, kennt aber keine Polarität — der Wert ist symmetrisch zwischen Vordergrund und Hintergrund.

APCA Lc

Der Accessible Perceptual Contrast Algorithm von Andrew Somers wurde für WCAG 3 vorgeschlagen, weil er Kontrast perzeptueller modelliert. APCA-Werte sind signiert: positiv bedeutet dunkler Text auf hellem Grund, negativ andersherum. Faustregeln aus der APCA-W3-Empfehlung:

  • Lc 75+ — kleiner Fließtext (etwa 14 pt)
  • Lc 60+ — größerer Fließtext
  • Lc 45+ — Hervorhebungen und Icons
  • Lc 15+ — UI-Komponenten und Trennlinien

Werte unter 15 sind praktisch nicht lesbar. Die Skala reicht von etwa −108 (Weiß auf Schwarz) bis +108 (Schwarz auf Weiß).

WCAG und APCA gleichzeitig zu sehen hilft, Grenzfälle einzuordnen — manche Farben bestehen WCAG knapp, scheitern aber an APCA und umgekehrt. Bei einer Light-Mode-Marke, die WCAG-AA gerade so erreicht, lohnt der Blick auf den APCA-Wert.

Was zeigt die Farbsehschwäche-Vorschau?

Etwa 8 % aller Männer und 0,4 % aller Frauen in Mitteleuropa haben eine Form von Farbsehschwäche. Die häufigste ist Deuteranopie (Grün-Schwäche), gefolgt von Protanopie (Rot-Schwäche). Tritanopie (Blau-Schwäche) ist sehr selten. Der Picker rechnet die gewählte Farbe nach der Methode von Machado, Oliveira und Fernandes (2009) für alle drei Schwächen um — auf Basis ihres physiologischen Modells der Zapfen-Reaktion. Die ursprüngliche Theorie geht auf die Arbeit von Brettel, Viénot und Mollon (1997) zurück.

Wenn zwei UI-Farben in der Simulation identisch wirken, sind sie für die jeweilige Schwäche nicht unterscheidbar. Ampel-Rot und Ampel-Grün sehen für Deuteranopie beide gelblich-olive aus — das ist der klassische Grund, weshalb gute Status-Karten zusätzlich ein Icon oder ein Label tragen.

Welche Code-Snippets liefert der Picker?

Ein Klick liefert die gewählte Farbe in dem Format, das dein nächster Schritt verlangt:

  • CSS-Variable--brand: #1A8FE6; für ein eigenes Stylesheet oder eine tokens.css.
  • Tailwind v4 arbitrarybg-[oklch(60%_0.18_240)] für einmalige Anwendung im Markup.
  • Tailwind v4 @theme — Ein @theme { --color-brand: ...; }-Block für ein Design-Token.
  • SwiftUIColor(red:, green:, blue:) mit 0..1-Werten für iOS / macOS-Apps.
  • FlutterColor.fromRGBO(26, 143, 230, 1.0) für Dart-Code.
  • Figma-HEX1A8FE6 ohne führendes #, wie Figma im Color-Picker-Eingabefeld erwartet.

Wo bleiben Recent-Farben gespeichert?

Bis zu acht zuletzt gewählte Farben halten sich als kleine Reihe für die laufende Browser-Sitzung — ohne localStorage, ohne Cookies, ohne Server. Beim Neuladen ist die Reihe leer. Das ist eine bewusste Entscheidung: kein Browser-Storage heißt auch keine DSGVO-Pflicht, keine Cookie-Wall, keine Datenschutzerklärung-Lücke. Wer ein Set sichern will, kopiert die Code-Snippets in eine Notiz oder ein Stylesheet. Wer eine einzelne Farbe teilen will, nutzt den Share-Link mit OKLCH im URL-Hash — #oklch=62.80_0.258_29.23 rekonstruiert die Farbe beim Öffnen.

Wie sind Tastatur, Touch und Eingabe-Toleranz geregelt?

Jeder Slider akzeptiert Pfeiltasten für Schritte von einem Prozent oder einem Grad — gut für feines Nachjustieren. Tab springt sauber durch die Reihenfolge OKLCH → HEX-Eingabe → EyeDropper → Bild → Snippets → Kontrast → Vorschau, sodass das Tool ohne Maus benutzbar bleibt. Touch-Targets sind durchgehend mindestens 44 × 44 Pixel groß, um WCAG 2.5.5 zu erfüllen.

Das HEX-Eingabefeld toleriert sowohl mit als auch ohne führendes #, sowohl Großbuchstaben als auch Kleinbuchstaben, und kann 3-, 4-, 6- oder 8-stellige Werte verarbeiten — der Konverter expandiert #FA0 automatisch zu #FFAA00. Sobald die Eingabe parsebar ist, springen die OKLCH-Slider synchron auf den passenden Wert, und die Recent-Reihe nimmt die Farbe auf.

Welche Tools sind verwandt?

Weitere Tools aus dem kittokit-Ökosystem, die zum Thema passen:

  • HEX zu RGB Konverter — Einzelne Farben zwischen HEX, RGB, HSL und OKLCH umrechnen, ohne Picker-Oberfläche.
  • Kontrast-Prüfer — Zwei konkrete Farben gegen WCAG-Schwellen prüfen, mit Side-by-Side-Vorschau.
  • CSS-Gradient-Generator — Verläufe mit OKLCH-Stopps in der wahrnehmungsgleichen Interpolation bauen.
  • Box-Shadow-Generator — Mehrlagige Schatten mit OKLCH-Farb-Eingabe und Material-Elevation-Presets.

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