Zum Inhalt springen
Läuft lokal · kein Upload

Dachfläche berechnen

Sieben Dachformen mit Live-Schnittzeichnung, kontext-sensitivem Verschnitt-Hinweis, optionalem PV-Output und DIN-18338-Aufmaß-Toggle für DIY und Handwerker.

Tool

Du planst eine neue Eindeckung, einen Anbau oder eine PV-Anlage und brauchst die Dachfläche schnell und plausibel. Genau dafür ist dieser Rechner. Er kennt die sieben dominierenden Dachformen im DACH-Raum, zeichnet jede Form live als Schnitt mit beschrifteter Breite und Neigung, schätzt Material-Bedarf für Ziegel, Schindeln und Dachpappe und liefert optional eine PV-Quick-Estimate. Der Aufmaß-Modus-Toggle unterscheidet Brutto-Heimwerker-Schätzung von Netto-Handwerker-Abrechnung nach VOB/C.

01: Anleitung

Wie benutzt du dieses Tool?

  1. Wähle die Dachform: Sattel-, Walm-, Pult-, Flach-, Mansard-, Krüppelwalm- oder Zeltdach. Die Schnittzeichnung passt sich live an.
  2. Trage Grundriss-Länge und -Breite in Metern ein. Stelle die Dachneigung über den Slider ein, Default-Wert je nach Form (Sattel 30°, Mansard 60°, Flach 3°).
  3. Wähle den Aufmaß-Modus: Brutto-DIY (pauschal +5 % Überstand) oder Netto-Handwerker (Ortgang +30 cm, Trauf +20 cm, Öffnungs-Abzug > 0,5 m² nach VOB/C).
  4. Optional: Schornstein / Gaube / Dachfenster als Abzüge eintragen. Verschnitt-Slider 0–25 %, die Form-Empfehlung erscheint als Hinweis.
  5. Output: Brutto- und Netto-Dachfläche, Bestell-Fläche mit Verschnitt, Sparrenlänge, Firsthöhe, Material-Bedarf, optionale PV-Schätzung, als kopierbare Liste oder Aufmaß-PDF zum Ausdrucken.

Was macht dieser Rechner?

Der Dach-Fläche-Rechner liefert dir Brutto- und Netto-Dachfläche, Sparrenlänge, Firsthöhe, Material-Bedarf und optional eine PV-Anlagen-Quick-Estimate: alles in einem Schritt, alles im Browser, alles lokal ohne Server-Roundtrip. Er kennt die sieben dominierenden Dachformen im DACH-Raum: Sattel-, Walm-, Pult-, Flach-, Mansard-, Krüppelwalm- und Zeltdach. Jede Form bekommt eine eigene Live-Schnittzeichnung mit beschrifteten Breite, Neigung, First und (bei Mansard) Knick-Linie.

Fünf Differenzierungs-Features, die kein anderer Online-Rechner so integriert anbietet:

  1. Sieben Dachformen statt vier. Die meisten Konkurrenz-Tools stoppen bei Satteldach + Walmdach + Pultdach + Flachdach. Mansarddach, Krüppelwalmdach und Zeltdach fehlen, gerade Mansarddach ist im DACH-Altbau ein Standard, der seit 2024 für GEG-Sanierungs-Anträge relevant geworden ist.
  2. Live-SVG-Schnittzeichnung pro Form mit Breite, Neigung und First-Beschriftung. Du siehst, was du berechnest, statt dir die Geometrie im Kopf zusammenzureimen.
  3. PV-Aufdach-Quick-Estimate als optionaler Output-Block. Modul-Anzahl, kWp und Jahresertrag, Ost/West/Süd-Faktor wird berücksichtigt, das Modell-Standard-Maß 1,7 × 1,1 m ist fix konservativ. Kein „Jetzt Solar-Anbieter anfragen”-Lead-Capture.
  4. DIN 18338 / VOB/C Aufmaß-Modus als Toggle. Brutto-Heimwerker (+5 % Pauschal-Aufschlag) vs. Netto-Handwerker-Abrechnung (Ortgang +30 cm, Trauf +20 cm, Öffnungs-Abzug > 0,5 m²). Heimwerker-Schätzung und Profi-Abrechnung sind technisch zwei verschiedene Dinge, der Rechner macht das transparent.
  5. Print-ready A4 Aufmaß-PDF mit Eingabe-Echo, SVG-Schnittzeichnung und Ergebnis-Tabelle. Direkt geeignet als Vorbereitung für den Termin mit dem Dachdecker.

Der Rechner folgt den aktuellen Aufmaß-Regeln nach DIN 18338 (Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten, Teil C der VOB). Für Österreich gilt die parallele ÖNORM B 3521.

Wie berechnet man die Dachfläche?

Die Grundformel hängt von der Dachform ab. Für ein Satteldach mit Länge L, Breite B und Neigung α gilt:

Dachfläche = 2 × L × (B/2) / cos(α)
Sparrenlänge = (B/2) / cos(α)
Firsthöhe   = (B/2) × tan(α)

Praxisbeispiel Satteldach 10 × 8 m, Neigung 30°:

  • Sparrenlänge = 4 m / cos(30°) ≈ 4,62 m
  • Dachfläche = 2 × 10 × 4,62 ≈ 92,4 m²
  • Firsthöhe = 4 × tan(30°) ≈ 2,31 m

Mit form-empfohlenem Verschnitt 7,5 % ergibt das eine Bestell-Fläche von ≈ 99,3 m².

Für ein Pultdach ist die Formel einfacher, weil nur eine geneigte Fläche existiert: Dachfläche = L × B / cos(α). Bei einem Flachdach (≤ 7° Neigung) wird die Dachfläche näherungsweise gleich der Grundfläche gesetzt, der Cosinus ist nah genug an 1, dass der Unterschied im Verschnitt-Bereich verschwindet.

Mansarddach hat ein Zwei-Knick-Profil pro Seite. Der untere steile Abschnitt (typisch 60°) macht 60 % der Halbbreite aus, der obere flache Abschnitt (typisch 30°) die restlichen 40 %. Die gesamte Dachfläche ist die Summe der vier Schrägen:

Mansard-Fläche = 2 × L × (B/2 × 0,6) / cos(α_unten)
              + 2 × L × (B/2 × 0,4) / cos(α_oben)

Walmdach und Krüppelwalmdach bekommen zusätzliche Walm-Dreiecke an den Giebeln. Der Rechner nähert die exakte Geometrie über einen empirischen Faktor (Walm × 0,97, Krüppelwalm × 0,95 gegenüber der Sattel-Basis), was für Bestellmengen typischerweise < 3 % vom exakten Aufmaß abweicht.

Welche sieben Dachformen werden unterstützt?

Dachform Typisch DACH Default-Neigung Verschnitt
Satteldach Einfamilienhaus, Reihenhaus 30° 5–10 %
Walmdach Stadtvilla, Bungalow 30° 10–15 %
Pultdach Garage, modernes EFH, Carport 15° 5–10 %
Flachdach Bungalow, Bauhaus-Stil 5–12 %
Mansarddach Altbau, GEG-Sanierung 60°/30° 15–20 %
Krüppelwalmdach Norddeutscher Altbau, Bauernhaus 35° 10–15 %
Zeltdach Pavillon, kleinerer Anbau 35° 10–15 %

Beim Wechsel zwischen Formen lädt der Rechner sinnvolle Default-Neigungen und Verschnitt-Bandbreiten. Du kannst alle Werte überschreiben, Default ist Startpunkt, nicht Zwang.

Brutto-Aufmaß oder Netto-Aufmaß nach VOB/C?

Die VOB Teil C / DIN 18338 (Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten) regelt das Aufmaß zwischen Bauherr und Dachdecker. Sie kennt zwei Modi, die sich vor allem in der Behandlung von Öffnungen und Überständen unterscheiden:

Aspekt Brutto-Heimwerker Netto-Handwerker (VOB/C)
Ortgang-Überstand +5 % Pauschal-Aufschlag +30 cm additiv erfasst
Trauf-Überstand (im Pauschal-Aufschlag enthalten) +20 cm additiv erfasst
Öffnungen > 0,5 m² nicht abgezogen nach VOB/C abgezogen
Öffnungen ≤ 0,5 m² nicht abgezogen nicht abgezogen (Brutto-für-Netto)
Zielgruppe Bestellung Baustoffhandel Abrechnung Dachdecker-Firma

Wichtig: Die Brutto-Aufmaß-Pauschale (+5 %) ist NICHT das gleiche wie der Verschnitt-Aufschlag. Der +5 % Pauschal-Aufschlag bildet Ortgang-/Traufüberstände ab, die zur Dachfläche zählen; der Verschnitt-Aufschlag bildet Anschnitt-Abfälle ab. Beide sind additiv, der Rechner zeigt die Aufschlüsselung in der „Aufmaß-Details”-Box.

Photovoltaik auf dem Dach: wie groß wird die Anlage?

Der optionale PV-Block schätzt drei Größen:

  1. Modul-Anzahl auf Basis von 1,7 × 1,1 m = 1,87 m² Standardmodul und 80 % Dach-Nutzungsrate (Abstände, Wartungsgasse, Anti-Sturm-Reserven, Ortgangabstand).
  2. Peakleistung (kWp) mit 0,42 kWp pro Modul, das entspricht einem typischen 400–420 W-Aufdach-Modul für Wohngebäude.
  3. Jahresertrag (kWh) mit 950 kWh/kWp als zentraleuropäische Süd-30°-Referenz. Ost-/West-Ausrichtung × 0,85, Süd-Ost/Süd-West × 0,95, Flach-Aufständerung × 0,9.

Praxisbeispiel Satteldach 92 m² Süd 30°:

  • Nutzbare Fläche = 92 × 0,8 = 73,6 m²
  • Module = 73,6 / 1,87 ≈ 39 Stück
  • kWp = 39 × 0,42 ≈ 16,4 kWp
  • Jahresertrag = 16,4 × 950 × 1,0 ≈ 15.580 kWh/Jahr

Die Schätzung ist konservativ und ersetzt keine professionelle Wirtschaftlichkeits-Berechnung. Sie deckt die Vor-Auslegung: passt die Anlage prinzipiell auf das Dach? Wie groß könnte sie werden? Welche Ausrichtung hat welchen Effekt? Der Rechner sammelt keine Kontaktdaten und vermittelt keinen Solar-Installateur, pure-client, keine Lead-Generierung.

Material-Bedarf: Ziegel, Schindeln oder Dachpappe?

Der Rechner unterstützt drei Material-Klassen, jeweils generisch ohne Hersteller-Bindung:

  • Dachziegel (Ton- oder Beton-Pfannenziegel, ~12,5 Stk/m², ~45 kg/m²), klassische Eindeckung für Sattel-, Walm- und Mansarddach.
  • Dachschindeln (Bitumenschindeln, ~8 kg/m²), leichter, gut für Garagen, Carports, Pult- und Zeltdächer in untergeordneten Bauten.
  • Dachpappe / Bitumenbahn (V13 / G200 oder selbstklebend, ~4 kg/m²), Standard für Flachdach-Abdichtung und Pultdach mit flacher Neigung.

Die Material-Mengen werden auf die Bestell-Fläche (inkl. Verschnitt) gerechnet, nicht auf die Netto-Dachfläche. Bei Ziegeln rundet der Rechner auf ganze Stück auf, du kannst keine 0,3 Ziegel kaufen.

Welche Fehler kommen bei der Dachflächen-Berechnung am häufigsten vor?

Drei wiederkehrende Pain-Points aus DIY-Foren und Dachdecker-Berichten:

  1. „Ich habe nur Grundfläche × Neigungs-Aufschlag genommen, viel zu wenig.“ Die Grundfläche ist NICHT die Dachfläche. Bei 30° Satteldach ist die Dachfläche etwa 15 % größer als die Grundfläche, bei 45° schon 41 % größer, bei 60° rund 100 % größer. Der Rechner macht die Cosinus-Projektion sichtbar in der Schnittzeichnung.
  2. „Mansarddach? Geht mein Rechner nicht.“ Genau dafür ist diese Form hier dabei. Das Mansarddach hat zwei Schrägen pro Seite mit unterschiedlicher Neigung; der Rechner trennt obere und untere Schräge sauber.
  3. „Aufmaß-Differenz Dachdecker vs. Bestellung. Wer hat recht?“ Beide. Der Dachdecker rechnet Netto nach VOB/C mit additivem Ortgang und Öffnungs-Abzug. Die Bestellmenge enthält Brutto-Fläche + Verschnitt + Ortgang-Pauschale. Der Brutto-Modus dieses Tools deckt den Bestell-Use-Case ab, der Netto-Modus den Abrechnungs-Use-Case, beides nebeneinander statt durcheinander.

Was berechnet das Tool NICHT?

Bewusst weggelassen, um Scope und Liability klar zu halten:

  • Keine Statik. Tragfähigkeit von Sparren, Pfetten, Stützen, das macht ein Tragwerksplaner nach DIN 1055 (Lastannahmen) und DIN 1052 (Holzbau). Wir berechnen Geometrie und Material-Mengen, nicht Last-Annahmen.
  • Keine Schnee- oder Windlast-Berechnung. Beide brauchen die regional zugeordnete Schneelastzone bzw. Windzone und sind Statik-Domain.
  • Kein €-Preis pro m² für Ziegel, Schindeln oder Dachpappe. Preise sind regional + zeitlich stark volatil; ein veralteter Wert wäre schlimmer als kein Wert. Phase-2-Kandidat, falls echte Suchanfragen das Bedürfnis bestätigen.
  • Keine Maps-/Satelliten-Vermessung des konkreten Daches. Pure-client + Privacy: keine externen Karten-APIs, kein Polygon-Fetching, kein Standort-Tracking.
  • Keine 3D-/WebGL-Visualisierung. Refined-Minimalism, 2D-Schnittzeichnung reicht für 99 % der Anwendungsfälle und bleibt drucktauglich im PDF-Export.
  • Keine Dämmstoff-Schichtdicken-Berechnung. Dafür haben wir einen eigenen Dämmung-Rechner mit U-Wert-Logik nach GEG 2024.
  • Keine Handwerker-Vermittlung. Der Rechner zeigt Ergebnisse, du gehst damit zu deinem lokalen Dachdecker oder bestellst im Baustoffhandel. Wir sammeln keine Kontaktdaten und vermitteln keine Aufträge.

Welche Bau-Tools sind verwandt?

Für ergänzende Aufgaben rund ums Dach- und Sanierungs-Projekt: Dämmung-Rechner für U-Werte und Schichtdicken nach GEG 2024, Fenster-U-Wert-Rechner für die KfW-/Passivhaus-Klassifikation der Dachfenster, Heizkosten-Rechner für die Brennstoff-Kostenrechnung nach Sanierung, Estrich-Rechner für die Bodenplatte unter Mansarddach-Ausbau und Mauerwerk-Rechner für angrenzende Außenwand-Konstruktionen.

Spezial-Module für Dachsanierungs-Kosten, KfW-Förder-Rechner und Schneelastzone-Lookup folgen in Phase B, sobald echte Suchanfragen-Daten das Bedürfnis bestätigen.

Häufige Fragen

Im Frontmatter dieser Seite stehen acht FAQ-Einträge mit schema.org/FAQPage-Markup, gespeist aus den Top-Google-„Nutzer fragen auch”-Patterns für Dachflächen-Themen. Die Antworten beantworten die Fragen in den ersten 10 Wörtern direkt, Voice-Search-optimiert für Smart-Speaker und AI-Suchassistenten.

Zuletzt aktualisiert:

Das könnte dir auch gefallen