Wie benutzt du dieses Tool?
- Wähle den Brennstoff oder die Wärmequelle: Erdgas, Heizöl, Holz-Pellets, Wärmepumpe, Fernwärme oder Strom-Direkt.
- Wähle die Gebäude-Effizienz-Klasse: sehr ineffizient ≈ 220 kWh/m²·a, Standard ≈ 130, energieeffizient ≈ 70 oder Passivhaus ≈ 30 — oder gib einen eigenen Wert ein.
- Gib die Wohnfläche in m² ein und entscheide, ob die Warmwasserbereitung (+20 %) inbegriffen sein soll.
- Optional: 2026-Default-Preis pro kWh überschreiben — bei Wärmepumpe zusätzlich die JAZ (Jahresarbeitszahl) zwischen 2,5 und 4,5 wählen.
- Output: Jahres- und Monats-Heizkosten, kWh-Verbrauch, CO₂-Ausstoß, BEHG-Anteil der Heizkosten und Brennstoff-Wechsel-Vergleichs-Card für alle sechs Klassen — alles kopierbar.
Was berechnet der Heizkosten-Rechner?
Der Rechner schätzt deine jährlichen und monatlichen Heizkosten auf Basis von vier Eingabe-Parametern: Brennstoff oder Wärmequelle, Gebäude-Effizienz-Klasse, Wohnfläche und Warmwasser-Toggle. Sechs Brennstoff-Klassen werden parallel berechnet — Erdgas, Heizöl, Holz-Pellets, Wärmepumpe, Fernwärme und Strom-Direktheizung. Output sind Jahres- und Monatskosten in Euro, der Energie-Verbrauch in kWh, die CO₂-Emissionen in kg pro Jahr und der BEHG-Anteil der Heizkosten.
Drei Differenzierungs-Features, die kein anderer Online-Rechner so kombiniert: ein CO₂-Preis-Slider mit BEHG-Trajektorie für 2026 bis 2030+ (kein Konkurrent zeigt eine interaktive Sensitivität gegenüber dem CO₂-Preis-Pfad), ein JAZ-Slider für die Wärmepumpe mit klarem 2,5–4,5-Bereich aus Feldstudien (statt eines fixen 3,5-Werts, der die Anlage typisch zu gut darstellt), und eine transparente Annahmen-Box (Show statt Hide), die jeden Annahme-Parameter — kWh/m²·a, €/kWh, η bzw. JAZ, CO₂-Faktor, Warmwasser-Status — direkt unter dem Ergebnis zeigt.
Alle Berechnungen laufen lokal im Browser. Kein Upload, kein Tracking, keine Daten verlassen dein Gerät. Pure-Client matcht die sensible Natur von Sanierungs- und Förder-Daten.
Wie wird die Heizkosten-Berechnung gemacht?
Das Rechenmodell folgt einer simplen Energie-Bilanz, die die meisten Konkurrenz-Rechner intransparent hinter ihrer UI verstecken:
Q_nutz = Wohnfläche × kWh/m²·a × (1 + Warmwasser-Faktor?)
Q_eingang = Q_nutz / Wirkungsgrad
Jahreskosten = Q_eingang × Brennstoff-Preis
CO₂-kg = Q_eingang × CO₂-Faktor
BEHG-Anteil = CO₂-kg × CO₂-Preis / 1000
Mit:
- Q_nutz = Nutzwärme-Bedarf (kWh/Jahr) — was als nutzbare Heizenergie im Gebäude ankommen muss.
- kWh/m²·a = typischer Endenergie-Bedarf der Effizienz-Klasse (sehr ineffizient ≈220, Standard ≈130, energieeffizient ≈70, Passivhaus ≈30).
- Warmwasser-Faktor = +20 % nach DIN-V-18599-Konvention, wenn Warmwasser im Bedarf inbegriffen sein soll.
- Wirkungsgrad = Brennwert-Kessel η ≈ 0,92, Pellet-Kessel η ≈ 0,88, Fernwärme η = 1,0, Wärmepumpe JAZ (Jahresarbeitszahl 2,5 bis 4,5).
- Brennstoff-Preis = 2026-Default oder dein eigener Preis aus dem Tarif (Gas 0,10 €/kWh, Öl 0,085 €/kWh, Pellets 0,060 €/kWh, Wärmepumpen-Strom 0,40 €/kWh, …).
- CO₂-Faktor = Emissionsfaktor je Brennstoff in kg CO₂ pro kWh Endenergie (Gas 0,202, Öl 0,266, Pellets 0,025, Strom-Mix 0,380, Fernwärme 0,175).
- CO₂-Preis = BEHG-Wert in € pro Tonne (2026: 65 €/t Festpreis, ab 2027 EU-ETS-2 Markt-Phase, Slider bis 200 €/t).
Praktisches Beispiel: 120 m² Standard-Gebäude (130 kWh/m²·a), Erdgas, Warmwasser inbegriffen.
- Q_nutz = 120 × 130 × 1,2 = 18.720 kWh/Jahr
- Q_eingang = 18.720 / 0,92 = ~20.350 kWh/Jahr
- Jahreskosten = 20.350 × 0,10 € = ~2.035 €
- CO₂-kg = 20.350 × 0,202 = ~4.110 kg
- BEHG-Anteil = 4.110 × 65 / 1.000 = ~267 €
Das gleiche Gebäude mit Wärmepumpe JAZ 3,0 und Wärmepumpen-Strom 0,40 €/kWh: Q_eingang = 18.720 / 3,0 = ~6.240 kWh Strom-Verbrauch, Jahreskosten = ~2.496 €. Auf der Brennstoff-Seite teurer als Gas — wegen des hohen Strompreises — aber die Wärmepumpe profitiert massiv von Förderung und niedrigeren CO₂-Anteilen.
Welche Brennstoff-Klassen kennt das Tool?
Sechs Klassen mit 2026-Default-Preisen, alle überschreibbar:
| Brennstoff | Default-Preis 2026 | Wirkungsgrad / JAZ | CO₂-Faktor (kg/kWh) |
|---|---|---|---|
| Erdgas | 0,10 €/kWh | η ≈ 0,92 (Brennwert) | 0,202 |
| Heizöl EL | 0,085 €/kWh (~0,85 €/L) | η ≈ 0,92 | 0,266 |
| Holz-Pellets | 0,060 €/kWh (~0,30 €/kg) | η ≈ 0,88 | 0,025 |
| Wärmepumpe | 0,40 €/kWh Strom | JAZ 2,5–4,5 (Default 3,0) | 0,380 (Grid-Mix) |
| Fernwärme | 0,13 €/kWh | η = 1,0 (geliefert) | 0,175 (Mix) |
| Strom-Direkt | 0,42 €/kWh | η = 1,0 | 0,380 |
Preise sind 2026-Defaults aus typischen Tarif-Bändern. Jeder Wert ist überschreibbar — nutze deine konkrete Rechnung. Heizöl und Pellets werden in der Realität pro Liter bzw. pro kg eingekauft; das Tool rechnet intern in €/kWh und nutzt einen Heizwert-Konversionsfaktor (10 kWh/L für Öl, 5 kWh/kg für Pellets).
Wie funktioniert der JAZ-Slider für die Wärmepumpe?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist eine der wichtigsten Stellschrauben für die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe — und der Punkt, an dem die meisten Online-Rechner schummeln, indem sie einen Lab-COP-Wert von 4,0 oder 4,5 als Default annehmen. Reale Werte aus Fraunhofer-ISE-Feldstudien:
| Wärmepumpen-Typ | Reale JAZ (Median) | Realistischer Bereich |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | 3,0–3,1 | 2,5 bis 3,5 |
| Sole-Wasser (Erdsonde) | 4,0–4,2 | 3,8 bis 4,5 |
| Wasser-Wasser (Grundwasser) | 4,2–4,5 | 4,0 bis 4,5 |
Der Slider deckt 2,5 bis 4,5 ab — das ist der realistische Bereich für gut bis sehr gut ausgelegte Anlagen. Werte unter 2,5 sind ein Hinweis auf hydraulische Probleme (zu hohe Vorlauftemperatur, schlechter Wärmeübergang im Heizkörper). Werte über 4,5 sind Labor-COP-Werte, nicht reale Jahresleistung.
Der Slider verändert direkt den Strom-Verbrauch und die Heizkosten. Bei JAZ 2,5 statt 3,5 steigen die Kosten um ~40 % — Realismus ist nicht optional.
Wie wirkt sich der CO₂-Preis-Slider aus?
Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) führt seit 2021 einen festen CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe ein. Trajektorie:
| Jahr | CO₂-Preis | Phase |
|---|---|---|
| 2024 | 45 €/t | Festpreis |
| 2025 | 55 €/t | Festpreis |
| 2026 | 65 €/t | Festpreis (Slider-Default) |
| 2027 | ~70 €/t (letztes Festpreis-Jahr) | Festpreis |
| 2028+ | Markt-bestimmt | EU-ETS-2 |
| 2030 (Szenarien) | bis 200 €/t | EU-ETS-2 |
Praxis-Beispiel: bei einem Öl-Haushalt mit 23.000 kWh Endenergie pro Jahr ergibt das bei 65 €/t einen CO₂-Anteil von ~400 € (≈ 17,5 Cent pro Liter Heizöl). Wechselst du im Slider auf 150 €/t (EU-ETS-2-Mittelszenario 2029), springt der Anteil auf ~920 € — das verschiebt die Brennstoff-Wirtschaftlichkeit gegen fossile Energieträger massiv.
Der Slider zeigt diese Sensitivität direkt unter der Big-Number-Card. Kein Konkurrenz-Rechner macht das interaktiv.
Was rechnet das Tool NICHT?
Bewusst weggelassen, um Scope und Liability klar zu halten:
- Keine Hersteller-Modell-Auswahl. Der Markt für Heizungs-Modelle ändert sich quartalsweise, Marken-Vergleiche wären Affiliate-Magnet und Vendor-Bias.
- Keine BAFA/KfW-Förder-Rechnung mit Antrags-Quoten. Förder-Regeln ändern sich häufig, falsche Quoten-Angaben wären §10-Liability-Risiko. Stattdessen findest du im Text statische Hinweise und Verweise auf BAFA Vor-Ort-Beratung.
- Keine Heizkostenabrechnungs-Prüfung. Eigene Tool-Welt mit Verbrauchs- und Verteilerschlüssel-Logik.
- Kein Lead-Funnel. Wir verlinken nicht zu Energie-Anbietern oder Heizungsbauern und sammeln keine Kontaktdaten. AdSense statt Affiliate.
- Keine 10-Jahres-Prognose. Modell-Annahmen jenseits 2028 wären spekulativ (Börsenpreis-Pfad EU-ETS-2 ist unbekannt).
- Keine Smart-Meter-Integration / Live-Verbrauchs-Daten. Bricht das pure-client-Prinzip.
- Keine Heizkostenabrechnungs-Upload-PDF-Analyse. Separates File-Tool, wenn überhaupt — auch dort kein Server-Roundtrip.
Welche Bau-Tools sind verwandt?
Für vollständige Sanierungs-Pakete:
- Dämmung-Rechner — Wand-, Dach- und Bodendämmung mit U-Wert/R-Value-Konversion und GEG-2024-Compliance-Check.
- Fenster-U-Wert-Rechner — Uw nach DIN EN ISO 10077-1 mit GEG-/KfW-/Passivhaus-Einordnung.
- Estrich-Rechner — Schicht-Stärken bei Heizungs-Modernisierung (Fußbodenheizung-Tauglichkeit).
- Mauerwerk-Rechner — Tragwerks- und Mörtel-Mengen für Neubau und Anbau.
- Wandfarbe-Rechner — Innenausbau nach dem Heizungs-Tausch.
Phase-B-Kandidat: ein separater Wärmepumpen-Auslegungs-Rechner mit Heizlast-Berechnung — abhängig von Such-Volumen-Daten. Sobald GSC nach 6 Wochen ausreichend Wärmepumpen-Anfragen zeigt, wird das Tool gebaut. Bis dahin deckt der Heizkosten-Rechner die Brennstoff-Kostenseite ab.
Was wird zum Heizkosten-Thema noch häufig gefragt?
Im Frontmatter dieser Seite stehen acht FAQ-Einträge mit schema.org/FAQPage-Markup, gespeist aus den Top-Google-„Nutzer fragen auch”-Patterns für Heizkosten-Themen. Die Antworten beantworten die Fragen in den ersten 10 Wörtern direkt — Voice-Search-optimiert für Smart-Speaker und AI-Suchassistenten.
Wichtiger Hinweis: Das Tool liefert eine Schätzung auf Basis typischer Endenergie-Bedarfe pro Klasse und 2026-Default-Brennstoffpreise. Reale Heizkosten weichen ±20 % ab durch lokale Tarife, Nutzungsverhalten und Anlagenzustand. Für eine konkrete Spar-, Förder- oder Wechsel-Empfehlung ist eine BAFA-Vor-Ort-Beratung oder unabhängige Energieberatung erforderlich. Konkrete Beratung beim Energieberater (BAFA-Vor-Ort-Beratung oder unabhängig).
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