Wie benutzt du dieses Tool?
- Such-Feld nutzen — gib eine Endung (`.webp`), einen MIME-Type (`image/webp`) oder ein Stichwort ein.
- Datei in den Drop-Bereich ziehen — die ersten 32 Bytes werden lokal gelesen und mit der Magic-Byte-Tabelle abgeglichen.
- Bei Mismatch (Dateiname sagt JPG, Bytes sagen PNG) erscheint eine Warnung — die Bytes sind autoritativ.
- Kategorie-Pills filtern auf Application/Image/Audio/Video/Font/Model/Text. IANA- und Modern-Toggle schränken weiter ein.
- Konfiguration für deinen Webserver kopieren — Apache `mime.types`, nginx `types { }`, IIS `web.config`, Express-Middleware oder Cloudflare-Worker.
Was macht der MIME-Type-Finder?
Der Finder ist ein bidirektionales Lookup-Tool plus Magic-Byte-Erkenner für MIME-Types.
Du suchst nach einer Dateiendung (.webp, .heic, .wasm) und bekommst den kanonischen MIME plus
Alias-Liste — oder du gibst einen MIME (image/webp, application/wasm) ein und siehst die zugeordneten
Endungen mit der „canonical first“-Markierung. Beide Richtungen sind in einem Eingabefeld vereint, weil
das die häufigste Frage ist: „welcher Content-Type für .webp?“ oder umgekehrt „welche Endung kommt aus
audio/ogg?”.
Pro Eintrag zeigt der Tool: den IANA-Status (registriert oder deprecated alias), die kanonische und alternative Endungen, eine ein-Satz-Erklärung des Formats, optional Browser-Support für moderne Codecs (AVIF, HEIC, JXL, WOFF2, WebAssembly), und das Magic-Byte-Muster zur Erkennung.
Wie funktioniert die Magic-Byte-Erkennung?
Datei in den Drop-Bereich ziehen — die ersten 32 bis 64 Bytes werden lokal via FileReader
gelesen und gegen die Signatur-Tabelle abgeglichen. JPEG erkennt sich an FF D8 FF am Datei-Anfang, PNG
an 89 50 4E 47 0D 0A 1A 0A, PDF an 25 50 44 46 (ASCII „%PDF“), WebAssembly an 00 61 73 6D. Container-
Formate wie HEIC, AVIF und MP4 nutzen die ISO-Base-Media-Boxen mit dem ftyp-Marker ab Byte 4 — der
Brand-String dahinter (heic, avif, isom, mp42) entscheidet, welche konkrete Variante vorliegt.
Der Drop ist autoritativ: Wenn der Dateiname .jpg sagt, die Bytes aber 89 50 4E 47 lauten, erscheint
eine Mismatch-Warnung. Bytes lügen nicht — eine Datei kann jederzeit umbenannt sein. Das ist die einzige
zuverlässige Methode, einen MIME-Type für Upload-Validation zu prüfen, wenn die User-Agent-Headers nicht
vertrauenswürdig sind.
Was ist der Unterschied zwischen IANA-registriert und x--Aliasen?
IANA-registrierte MIME-Types stehen in der offiziellen Media Types Registry
und sind formal über RFC 6838 standardisiert. Das vnd.-Präfix
markiert Vendor-spezifische Codes (z.B. application/vnd.ms-excel für .xls), die einem konkreten
Hersteller zugeordnet sind. Das x--Präfix dagegen war früher für „experimentell“ gedacht — wurde aber
2012 mit RFC 6648 als Anti-Pattern deklariert: neue Codes sollen
direkt registriert werden, nicht erst als x- erscheinen.
Praktisch gibt es 2026 noch Duplikate: image/x-icon (legacy, browser-toleriert) vs image/vnd.microsoft.icon
(IANA-registriert seit 2003), oder application/x-rar-compressed (deprecated) vs application/vnd.rar
(IANA seit 2014). Der Tool-Filter „nur IANA-registriert“ blendet die x--Aliase aus, damit neue Server-
Configs den modernen Code nutzen. Existing Servers sollten beide Varianten akzeptieren — Browser senden
historisch oft das legacy-Präfix.
Welche modernen Formate deckt der Finder 2026 ab?
Die Datenbank kennt die wichtigsten neuen Codecs der letzten Jahre, inklusive Browser-Support-Daten aus Can I Use:
- Bild: AVIF (
image/avif, AV1-basiert, Chrome 85+/Firefox 93+/Safari 16+), HEIC (image/heic, HEVC-basiert, Safari 17+), JXL (image/jxl, royalty-free, Firefox 111+/Safari 17+), WebP (image/webp, ubiquitous). - Audio: Opus (
audio/opus, low-latency, RFC 6716), FLAC (audio/flac). - Video: AV1 (
video/av1, royalty-free, Chrome 70+/Firefox 67+/Safari 17+), WebM-Container. - Font: WOFF2 (
font/woff2, Brotli-komprimiert, die kanonische Web-Font seit 2018). - Application: WebAssembly (
application/wasm, Pflicht für Streaming-Compilation), Web-App-Manifest (application/manifest+json, Pflicht für PWA-Install-Banner), JSON-LD (application/ld+json, schema.org structured data), Zstandard (application/zstd, IANA 2018). - 3D-Modell: glTF binary (
model/gltf-binary, single-file 3D-Asset für WebGL/three.js).
Der Toggle „Nur moderne Formate“ filtert auf diese 2018-2026-Additionen — nützlich beim Build eines modernen Static-Asset-Servers, der die alten DCT-/RGB-/Indexed-Formate ignorieren darf.
Welche Server-Configs kann der Finder exportieren?
Fünf Targets, alle aus der aktuellen Filter-Selektion generiert:
- Apache
mime.types— ein-MIME-pro-Zeile-Format, Endungen leerzeichen-separiert. Direkt in die Server-Config dropbar. - nginx
types { }— Block fürhttp {}oderserver {}-Kontext, mit korrekten Semikolons. - IIS
web.config—<staticContent>-XML mit<mimeMap>-Elementen für jedes Endung-MIME-Paar. - Express/Koa-Middleware — JavaScript-Snippet mit
MIME_BY_EXT-Map undsetHeaders-Funktion, die inexpress.static-Optionen gehängt werden kann. - Cloudflare-Worker — Default-
fetch-Handler, der denContent-Type-Response-Header basierend auf der URL-Endung umschreibt — nützlich, wenn die Origin den falschen MIME sendet.
Workflow: Kategorie + IANA + Modern-Filter setzen, dann Export-Tab wählen. Der Tool zeigt das Snippet
live an, der „Kopieren“-Button legt es in die Zwischenablage, „Herunterladen“ speichert es als Datei mit
der server-typischen Endung (mime.types, web.config, mime.types.conf, .js).
Welche Magic-Byte-Signaturen kennt der Finder?
Mehr als 40 Format-Signaturen, gruppiert nach Komplexität:
- Trivial (1-4 Bytes am Offset 0): JPEG (
FF D8 FF), PNG (89 50 4E 47 0D 0A 1A 0A), GIF (47 49 46 38 37 61oder…39 61), PDF (25 50 44 46), ZIP/OOXML (50 4B 03 04), 7z (37 7A BC AF 27 1C), Gzip (1F 8B), bzip2 (42 5A 68), Zstandard (28 B5 2F FD). - RIFF-Container (mit Wildcard-Bytes für Size): WebP (
RIFF????WEBP), WAV (RIFF????WAVE), AVI (RIFF????AVI). - ISO-Base-Media-Boxen (am Offset 4 nach Size-Prefix): MP4 (
ftypisom,ftypMSNV,ftypmp42), HEIC (ftypheic,ftypheix,ftypmif1), AVIF (ftypavif), QuickTime (ftypqt), 3GPP (ftyp3gp4). - WebAssembly:
00 61 73 6Dplus 4-Byte-Versions-Feld. - Font-Container: WOFF (
wOFF), WOFF2 (wOF2), TrueType (00 01 00 00), OpenType (OTTO), Font-Collection (ttcf). - Office Legacy: OLE Compound (
D0 CF 11 E0 A1 B1 1A E1) für.doc/.xls/.ppt/.msi. - Archive: RAR v4 (
52 61 72 21 1A 07 00), RAR v5 (52 61 72 21 1A 07 01 00), Debian (!<arch>), RPM (ED AB EE DB).
Die Wildcard-Syntax ?? erlaubt variable Bytes mitten in einer Signatur — bei RIFF-Containern ist das
die 4-Byte-Größenangabe, die je nach Datei anders ist. Das ist die gleiche Notation wie in der PHP
finfo-Magic-Datenbank und dem Unix-file(1)-Tool.
Wie privat ist die Bytes-Erkennung?
Pure-client von Anfang bis Ende. Die komplette MIME-Datenbank ist im JavaScript-Bundle eingebettet
(unter 50 KB minified), die Such- und Filter-Logik läuft im Hauptthread. Beim Datei-Drop liest die
FileReader-API die ersten 32-64 Bytes
in einen Uint8Array im RAM — die Datei selbst wird nicht weiter angetastet, das Lesen passiert
client-seitig, keine Bytes verlassen den Browser. Wenn du die Verifikation siehst willst: F12 öffnen,
Tab „Netzwerk“, Datei in den Drop-Bereich ziehen — keine zusätzlichen Requests werden gesendet.
Der Server-Config-Export passiert ebenfalls pure-JS: die ausgewählten Einträge werden zu String-Snippets formatiert, der Copy-Button nutzt die Clipboard-API, der Download-Button erzeugt einen Blob-Object-URL. Kein Backend, kein Login, kein Telemetrie-Pixel.
Was deckt der Finder bewusst NICHT ab?
Der Tool ist kein Konvertierer und kein vollwertiger libmagic-Port. Bewusste Lücken:
- Keine Server-seitige Tief-Inspektion — der Unix-
file(1)-Befehl kennt tausende Format-Varianten über regelbasierte Heuristiken (Position-abhängige Strings, mehrere Offsets, Längen-Berechnungen). Das wäre eine eigene Tool-Familie wert, der Finder beschränkt sich auf die Magic-Bytes mit hohem Treffer-Erfolg pro Byte. - Keine Bulk-Datei-Analyse mit Download-Report — nur Einzel-Drop. Wer hundert Dateien gleichzeitig prüfen will, braucht ein CLI-Tool.
- Kein HTTP-Header-Sniffing-Demo — eine fremde URL fetchen und ihren
Content-Typelesen wäre hilfreich, scheitert aber an CORS und Privacy-Implikationen. Der Tool bleibt rein lokal. - Keine Konvertierung — wer ein PNG zu WebP umrechnen will, nutzt den entsprechenden Konverter. Der Finder identifiziert nur, er ändert nicht.
Wer eine Format-Konvertierung sucht, findet die passenden Tools in der Bild-, Audio- und Video-Kategorie.
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