Wie benutzt du dieses Tool?
- Eine oder mehrere JPG-Dateien per Drag & Drop ablegen oder über den Datei-Browser laden.
- Quality wählen — entweder über die drei Presets (Web · Social · Archiv) oder den 1–100-Slider.
- Optional WebP statt JPG ausgeben (typisch 25–34 % kleiner als JPG bei gleicher Qualität).
- Per-Datei-Override aktivieren, wenn ein Bild eine andere Quality braucht als der Rest.
- „Komprimieren“ klicken, das A/B-Bild prüfen und einzeln oder als ZIP herunterladen.
Wie funktioniert die JPG-Kompression im Browser?
JPEG ist ein Bildformat mit verlustbehafteter Kompression: ein Algorithmus entscheidet, welche Bildinformationen das Auge ohnehin nicht wahrnimmt, und wirft sie weg, um die Datei kleiner zu machen. Der Quality-Parameter steuert, wie aggressiv geworfen wird — 100 behält fast alles, 1 wirft fast alles, dazwischen liegt der praktische Bereich.
Das Tool nutzt einen WebAssembly-Encoder, der die MozJPEG-Bibliothek im Browser ausführt. MozJPEG ist eine Mozilla-Initiative, die den klassischen JPEG-Algorithmus mit modernen Heuristiken neu implementiert: bei gleicher visueller Qualität sind die Ausgabedateien typischerweise 10–20 % kleiner als bei der nativen Canvas-API. Wenn der WASM-Pfad in deinem Browser nicht initialisiert, fällt das Tool still auf den Canvas-nativen Encoder zurück.
JPG (1–50 MB)
↓
[1] decode → ImageBitmap → Canvas
↓
[2] encode → MozJPEG-WASM (JPG) ODER Canvas-toBlob (JPG/WebP)
↓
[3] A/B-Slider + Per-File-Stats
↓
ZIP oder einzelne Dateien
Welche Quality-Stufe brauche ich?
Drei Richtwerte aus der Praxis, die wir auch als Presets bereitstellen:
- Quality 75 — „Web“: Hero-Bilder, Blog-Posts, schnelle Ladezeit, kleine Bandbreite. ~70 % kleiner als das Original. Bei genauem Hinschauen sieht man in glatten Verläufen (Himmel, Haut) leichte Blockstrukturen — im normalen Lesefluss fällt das nicht auf.
- Quality 85 — „Social“: Instagram-Post, LinkedIn-Header, Newsletter-Bilder. ~55 % kleiner. Artefakte sind nur noch im 100 %-Zoom sichtbar, der visuelle Eindruck bleibt fotografisch.
- Quality 95 — „Archiv“: Vorab-Versionen für Print, eigene Foto-Bibliothek, Backup. ~20 % kleiner als das Original, das Auge findet keinen Unterschied — das ist der Punkt, an dem man “praktisch verlustfrei” sagt.
Quality unter 70 lohnt sich nur, wenn die Datei wirklich extrem klein werden muss (E-Mail-Anhang mit hartem Größen-Limit). Unter 50 wird die Datei eher hässlich als klein.
Warum WebP als Ausgabeformat?
WebP ist ein moderneres Bildformat, das von Google entwickelt und 2010 veröffentlicht wurde. Bei vergleichbarer Quality liefert WebP typischerweise 25–34 % kleinere Dateien als JPG — und seit 2020 lesen alle Evergreen-Browser (Chrome, Firefox, Safari, Edge) WebP nativ. 2026 erreicht die globale Browser-Coverage 97 %.
Praktischer Hinweis: WebP ist hervorragend für Web-Auslieferung, aber nicht für E-Mail-Anhänge oder Print-Workflows. Für Druckereien, alte Software oder Empfänger mit unklarem Setup bleibt JPG die sichere Wahl. Das Format-Toggle wechselt mit einem Klick — du kannst denselben Slider-Wert in beiden Formaten exportieren und die Ausgabegrößen vergleichen.
Was der A/B-Schieberegler zeigt
Der A/B-Vergleich legt Original und komprimierte Version übereinander und blendet sie über einen vertikalen Trennstrich, den du mit der Maus oder dem Slider verschiebst. So findest du sofort die Bereiche, in denen die Kompression sichtbar wird — meistens sind das:
- Himmel und glatte Verläufe: Block-Artefakte werden hier zuerst sichtbar (8×8-Pixel-Raster).
- Kanten und Schrift: Mosquito-Rauschen erscheint als feiner Schimmer um harte Kanten.
- Haut und Stoff-Texturen: Bei niedriger Quality wirkt feine Textur „matschig“.
Klick irgendwo ins Bild, um in die Region zu zoomen — beide Seiten zoomen synchron, sodass der Vergleich präzise bleibt. „Zoom zurücksetzen“ bringt dich zur Übersicht. Tastatur: Pfeiltasten verschieben den Trennstrich, Home/End springen an den Rand.
Datenschutz — alles bleibt im Browser-Tab
Viele kostenlose Online-Tools für dasselbe Problem laden deine Bilder auf ihre Server, versprechen 24-Stunden-Löschung und löschen meistens auch. Das Problem ist nicht die Löschung, sondern der Upload: Wer den Server betreibt, sieht die Bilder. Privatfotos, Personalausweis-Scans, Manuskripte — alles geht durch fremde Hände, wenn auch nur kurz.
Hier passiert nichts davon. Sobald die Seite geladen ist, läuft die gesamte Verarbeitung über Web-Standards (Canvas API, WebAssembly) im Browser-Tab. Du kannst das im Netzwerk-Panel der Entwickler-Tools verifizieren: während der Kompression geht keine Bilddatei nach draußen. Auch keine Telemetrie, keine Klick-Analyse, keine Cookies.
Welche bewussten Lücken hat dieses Tool?
Wir bauen ein JPG-Kompressor, kein Bild-Allzweckwerkzeug. Was bewusst nicht enthalten ist:
- AVIF- oder JXL-Export: Wären ein anderes Tool (
jpg-zu-avifexistiert bereits). Diese Seite hält den Scope auf JPG → JPG und JPG → WebP. - PNG-, GIF- oder SVG-Eingabe: PNG bekommt ein eigenes
png-kompressor-Tool; gemischte Eingaben würden das Tool unscharf machen. - „Smart Crop“ oder Content-Aware-Kompression: Verlangt ein KI-Modell, das wir hier nicht im Browser laden wollen — schlicht zu groß für den Use-Case.
- Lossless-Mode: Wäre ein Optimizer, kein Kompressor. Quality 95 ist hier der visuell-verlustfreie Punkt.
- URL-Eingabe oder „Compress from URL“: Bräuchte einen Server-Proxy — bricht das Pure-Client-Versprechen.
- Resize beim Komprimieren: Eigenes Tool
bild-groesse-aendern. Wer beides braucht, läuft sequenziell durch beide Werkzeuge.
Das Tool macht eine Sache gut und sagt klar, wo seine Grenze ist.
Welche Bild-Tools sind verwandt?
Weitere Werkzeuge aus dem kittokit-Ökosystem, die zu Bildern passen:
- Metadaten entfernen — EXIF, GPS, Autor aus JPG, PNG, WebP und PDF strippen, lokal im Browser.
- Bildformat konvertieren — PNG/JPG zu WebP oder AVIF konvertieren, mit Quality-Slider.
- Bild vergrößern — Bilder mit neuronalem Netz im Browser hochskalieren, ohne Server-Upload.
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